Eine Nische zu finden, die sich wirklich stimmig anfühlt, ist für viele Soulopreneure eine große Herausforderung.
Wenn du Coach, Experte, Trainer oder ähnliches bist, weißt du wie wichtig es, dich in einer Nische zu positionieren. Vielleicht zerbrichst du dir schon lange den Kopf darüber, hast alles Mögliche ausprobiert – und doch fühlt sich keine Nische wirklich passend an.
Falls das auf dich zutrifft, ist dieses Blog-Betrag genau das Richtige für dich.
Ich zeige dir drei Bausteine, die du flexibel kombinieren kannst, um deine Nische klarer und konkreter zu machen.
Schaust du lieber, dann schau dir hier auf YouTube die Video-Version an.
1. Der WER-Baustein für deine Nische
- Wer sind die Menschen, mit denen du arbeiten willst?
- Wer ist deine Zielgruppe=
Wahrscheinlich hast du schon mal versucht, deine Zielgruppe mit einem typischen Kundenavatar-Formular zu definieren.
Nach Alter. Geschlecht. Beruf . Wohnort. Familienstand, Hobbys. Lieblingszeitschriften. Hobbys.
Ich erinnere mich noch so gut an mein erstes Business-Mastemind Programm, wo ich genau so ein Formular ausfüllen sollte. Und ich war komplett überfordert!
- Alter? Nicht spezifisch genug.
- Frauen oder Männer? Ich wollte beide.
- Und Hobbys welche Zeitschrift sie lesen? Keine Ahnung!
Falls du dich hier wiedererkennst: Keine Panik!
Ich kann dir versichern: Nicht alle Details sind für deine Zielgruppe relevant. Vieles kannst du weglassen.
Wirklich wichtig ist, dass du eine Zielgruppe aussuchst, die du sehr gut kennst und verstehst.
Zwei Ansatzpunkte, die die hier weiterhelfen können:
1. Du selbst
Eine Möglichkeit, deine Zielgruppe zu definieren, ist, dich selbst als Ausgangspunkt zu nehmen – du in einer früheren Phase deines Lebens.
- Wer warst du früher?
- Was hat dich als Person ausgemacht?
- An welchem Punkt bist du gestanden?
- Welche Herausforderungen hattest du damals, die deine Kunden jetzt haben?
Dieser „Ich selbst bin mein Avatar“-Ansatz kann ein sehr natürlicher Weg sein, deine Zielgruppe zu definieren – einfach weil du dein altes Ich genau kennst.
Und damit kennst du auch die Fragen, Zweifel und Gedanken deiner Look-alike-Zielgruppe ganz genau.
2. Deine „Made for you“-Kunden
Damit meine ich eine Kundengruppe, die du wirklich gut kennst – und mit der sich die Zusammenarbeit einfach richtig anfühlt.
Das Gegenteil kennst du sicher:
Höchstwahrscheinlich hattest du schon Kunden, bei denen du gemerkt hast: Das funktioniert einfach nicht.
Vielleicht war es schwerfällig, es gab ständig Missverständnisse oder die Ergebnisse haben nicht gepasst.
Sich klar festzulegen, mit wem du NICHT arbeiten willst, kann oft schon ein großer Schritt sein.
Und dann gibt es die anderen.
Die Kunden, mit denen es einfach rund läuft.
Wo du mit deiner natürlichen Art und deiner Arbeit die besten Ergebnisse erzielst.
Vielleicht sind das auch deine Lieblingskunden. Aber Achtung:
Manche meiner Kunden liebe ich heiß – und trotzdem sind sie nicht der perfekte Match für meine Arbeit.
Du willst nicht nur „tolle Kunden“, sondern die Kunden, bei denen deine Arbeit wirklich am besten greift.
💡 Was macht sie aus?
- Sind sie vielleicht in einer bestimmten Branche oder Lebensphase?
- Oder in einem bestimmten Entwicklungsstand?
- Welche Gemeinsamkeiten, Merkmale, Werte oder Denkweisen zeichnen sie aus?
- Wie lässt sich damit deine Nische beschreiben?
Nehmen wir ein paar Beispiele: Kreative Chaoten, Hochsensible, mediale Menschen, digitale Nomaden, Nachhaltigkeits-Pioniere, Minimalisten oder Neurodivergente mit ADHS.
Die Nische ergibt sich bei diesem Baustein aus der tiefen Kenntnis und dem Verständnis dieser speziellen Gruppe – die in sich sehr unterschiedliche Probleme haben kann.
👉 Und damit kommen wir zum zweiten Baustein.
2. Der WAS-Baustein:
- Was ist dein Thema?
- Welches Problem löst du?
- Welche Transformation bietest du an?
Eine Möglichkeit, deine Nische über ein spezifisches Problem zu definieren, das du mit deiner Arbeit wirklich gut lösen kannst.
Zum Beispiel:
- Hilfe bei Fibromyalgie (Das hab ich oft gesucht 🤷♀️)
- Raumplanung für kleine Räume
- Chronische Schlafprobleme lösen
- Reizdarmsyndrom heilen
- Befreiung aus toxischen Beziehungen
- Nie mehr Auftrittsangst vor Live-Präsentationen
👉 Dein Nische ergibt sich aus der tiefen Kenntnis und dem Verständnis eines Problems und seiner Lösung – unabhängig davon, wer genau betroffen ist.
Abseits von Problemen
Dein „Was“ Baustein muss übrigens kein Problem sein. Er kann sich auch aus einer Leidenschaft ergeben.
Wenn du etwas tust, das du wirklich liebst, strahlst du Begeisterung & Authentizität aus – automatisch. Und genau das zieht die richtigen Menschen an, wenn du es auch clever vermarktest.
Ein Beispiel aus der Praxis: Eine Kundin hat mit Leidenschaft aufwendige Torten gebacken – das waren echte Kunstwerke, mit so viel Liebe gemacht. Daraus entstand ein Blog mit Rezepten und ein Online-Shop für das ganze Zubehör und schließlich Online-Backkurse.
Die 1. Nischen-Kombination
Noch klarer wird deine Nische, wenn du die beiden Bausteine Wer und Was miteinander kombinierst.
➡ Entweder du fängst bei der Zielgruppe an und überlegst:
Welches spezifische Problem oder Thema kann ich für diese Menschen am besten lösen?
Nehmen wir meinen Soulopreneur Club: Meine Zielgruppe sind Solopreneure, die richtig gut in dem was sie tun. Sie haben aber das Problem, sich nicht gut vermarkten zu können. Genau das kann ich lösen.
➡ Umgekehrt kannst du aber auch beim Problem oder bei deiner Lösung beginnen und fragen:
Für wen ist das die beste Lösung? Wer profitiert am meisten davon? Mit wem will ich daran arbeiten?
In beiden Fällen führt die Kombination zu einer klareren Nische.
Kommen wir zum dritten Baustein: dem WIE.
3. Der WIE-Baustein:
- Wie arbeitest du?
- Was ist dein Ansatz, deine Methode oder Lehre?
JA! Auch daraus kann sich deine Nische ergeben.
Hier steht nicht das Problem oder die Zielgruppe im Vordergrund, sondern die Art und Weise, wie du arbeitest.
- Als Ernährungsberater kannst du dich zum Beispiel auf ketogene Ernährung oder Basenfasten spezialisieren.
- Als Webdesigner auf Wix-Seiten oder WooCommerce.
- Als Social Media Experte auf Instagram Ads zur Kundengewinnung.
- Als Beziehungscoach auf Paarberatung mit Human Design.
- Viele entwickeln auch eine eigene Methode, mit der sie sich von anderen abheben und darüber ihre Nische definieren.
👉 Was du hier beachten solltest:
Ja, manche Kunden suchen gezielt nach einer bestimmten Methode, weil sie schon davon gehört haben und genau das wollen.
ABER: Je weiter verbreitet eine Methode ist, desto größer – und oft auch umkämpfter – ist die Nische.
Mit Human Design, EFT, Astrologie oder veganer Ernährung allein kannst du heute nicht mehr herausstechen. Macht nichts.
Deine spezielle Kombi
Du hast ja die ersten beiden Bausteine, mit denen du dein WIE kombinieren kannst.
➡ Für WEN ist deine Methode ideal?
➡ Welches spezifische Problem löst du damit?
Durch diese Kombis wird deine Nische viel spezieller.
👉 Du siehst: Wie du die Bausteine nutzt, hängt ganz von dir ab.
Viele Soulopreneure, mit denen ich arbeite, haben unzählige Ausbildungen und einen ganzen Werkzeugkasten an Methoden und wollen sich nicht auf eine einzige festlegen. In diesem Fall wird WER und WAS entscheidender für die Nischenwahl.
Wenn du dich hingegen als Go-To-Person für eine bestimmte Methode etablieren möchtest, ist das dein Hauptbaustein – den du dann feintunes mit einer klaren Zielgruppe oder einem spezifischen Problem.
Fazit: Eine stimmige Nische finden
Was ist die richtige Baustein-Kombi für dich? Das hängt stark davon ab, wer du bist, was du kannst und was du willst – auch von deinem aktuellen Business-Stand und deiner Vision. Und natürlich spielt deine ENERGETIK eine Riesenrolle – dein Human Design. Dass das alles zusammenpasst, macht eine stimmige Nische aus.
Und falls du dich schnell eingeengt fühlt, sei beruhigt: Deine Nische kann sich mit dir weiter-entwickeln.
Sobald du eine stimmige Nische gefunden hast, geht es um die Frage, wie du dich einzigartig positionierst.
Falls du meine Unterstützung möchtest, bist du beim Soul Branding richtig.
Let’s lead with soul!
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